Dummytraining und Apportieren
Jagdnahes Hundetraining
Termine
Mittwochs, 11 Uhr (14-tägig)
Mittwochs, 17 Uhr (14-tägig)
Samstags, 9 Uhr
Samstags, 10 Uhr
Preis
5 Trainingseinheiten à 60 Minuten
200 Euro
10 Trainingseinheiten à 60 Minuten
350 Euro
Infos und Anmeldung
Telefonisch unter 0711 1203517 oder per eMail an info@hundesinn.de
Dummytraining hat seinen Ursprung in der Jagdhundeausbildung. Dabei werden verschiedene jagdliche Aufgaben mit Dummys gearbeitet – vom einfachen Apportieren bis zu anspruchsvollen Suchen und dem gezielten Lenken des Hundes auf Distanz.
Der Reiz der Dummyarbeit liegt in ihrer Vielseitigkeit. Mal soll der Hund genau beobachten und sich eine Fallstelle merken, mal selbstständig seine Nase einsetzen und suchen. Bei anderen Aufgaben wiederum muss er sich auf Distanz führen lassen und auf deine Signale reagieren.
Gleichzeitig gehört auch das Abwarten dazu: Nicht jeder geworfene Dummy ist für den eigenen Hund bestimmt und nicht jede Aufgabe darf sofort gearbeitet werden.
Du hast noch keine Erfahrung mit Dummytraining? Dann bauen wir die Grundlagen gemeinsam auf. Wenn du bereits Dummyarbeit machst, entwickeln wir die Aufgaben passend zu eurem Trainingsstand weiter.
Kursinhalte
- Grundlagen der Dummyarbeit
Bevor die Aufgaben komplexer werden, müssen die Grundlagen stimmen. Dazu gehören ein zuverlässiges Aufnehmen und Zurückbringen des Dummys, eine sinnvolle Ausgangsposition und ein klarer Ablauf zwischen Start, Arbeit und Abgabe. - Arbeitspfiffe
Pfiffe ermöglichen eine eindeutige Kommunikation auch auf größere Distanz. Wir bauen unter anderem Stopp- und Suchenpfiff auf und integrieren sie schrittweise in die Dummyarbeit. - Markierungen
Ein Dummy wird für den Hund sichtbar geworfen. Der Hund soll beobachten, wo es fällt, sich die Fallstelle merken und nach der Freigabe möglichst zielgerichtet dorthin laufen. Im Fallbereich angekommen, sucht er das Dummy und bringt es zurück. Mit zunehmendem Trainingsstand werden Entfernung, Gelände und Anzahl der Markierungen anspruchsvoller. - Einweisen
Beim Einweisen weißt du, wo das Dummy liegt – dein Hund weiß es nicht. Deine Aufgabe ist es, ihn möglichst gezielt in den entsprechenden Bereich zu schicken. Dafür bauen wir verschiedene Richtungssignale auf: voran, seitlich und zurück („back“). Der Hund lernt außerdem, sich auf Distanz stoppen und von dort in eine neue Richtung schicken zu lassen. - Steadiness
Fliegt ein Dummy, heißt das nicht automatisch: hinterher. Der Hund lernt abzuwarten und erst dann zu starten, wenn er tatsächlich geschickt wird. Das gilt auch, wenn andere Hunde arbeiten oder rundherum etwas Spannendes passiert. - Freiverlorensuche
Bei der Freiverlorensuche liegen ein oder mehrere Dummys für den Hund nicht sichtbar in einem bestimmten Gebiet. Jetzt ist seine Nase gefragt. Der Hund soll den Bereich selbstständig absuchen, gefundene Dummys aufnehmen und zurückbringen. Hier darf und soll der Hund eigenständig arbeiten – innerhalb des Bereichs, den wir ihm für seine Aufgabe vorgeben. - Geländeübergänge
Ein Hund läuft nicht automatisch weiter in die gewünschte Richtung, nur weil wir das gerne hätten. Wechsel von Wiese zu hohem Bewuchs, Wege, Gräben, Bäche oder andere Hindernisse können eine Aufgabe deutlich schwieriger machen. Wir trainieren deshalb gezielt, dass der Hund auch über Geländewechsel hinweg an seiner Aufgabe bleibt und sich weiter schicken lässt. - Verleitungen
Mit zunehmendem Trainingsstand kommen Ablenkungen ins Spiel. Ein weiteres Dummy fällt, ein anderer Hund arbeitet oder eine bereits bekannte Fallstelle ist plötzlich interessanter als die aktuelle Aufgabe. Der Hund soll lernen, sich trotzdem auf die Aufgabe einzulassen, für die er geschickt wurde. - Arbeit mit dem Launcher
Mit dem Dummylauncher können wir Dummys über größere Entfernungen ins Gelände bringen und weitere Trainingssituationen aufbauen. Gleichzeitig lernt der Hund, den Schuss wahrzunehmen, die Flugbahn zu beobachten und trotzdem abzuwarten, bis er zur Arbeit geschickt wird.
Warum könnte dieser Kurs für dich interessant sein?
Dummytraining verbindet Nasenarbeit, Apportieren, Konzentration und Bewegung mit einem hohen Maß an Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch. Dabei wechseln sich zwei Dinge ständig ab: Der Hund soll selbstständig arbeiten können und sich trotzdem führen lassen.
Bei einer Suche braucht er seine eigene Nase und muss Entscheidungen treffen. Beim Einweisen soll er dagegen deine Signale annehmen, obwohl er möglicherweise selbst eine andere Idee hat. Und manchmal besteht die schwierigste Aufgabe schlicht darin, nichts zu tun und abzuwarten.
Gerade diese unterschiedlichen Anforderungen machen Dummytraining so vielseitig. Die Aufgaben lassen sich immer wieder verändern und an Trainingsstand, Gelände und Fähigkeiten des jeweiligen Hundes anpassen.
Für Hunde, die gerne suchen, tragen und apportieren, bietet die Dummyarbeit außerdem die Möglichkeit, diese Verhaltensweisen gezielt einzusetzen und weiterzuentwickeln.
Nützliches für dein Training
- Brustgeschirr/Halsband
- Führleine/Schleppleine
- Belohnung
- Hundepfeife
- Dummys oder andere Dinge, die dein Hund gerne trägt

